6 Monate durch Asien

Abenteuer, Erfahrungen, Erlebnisse, neue Freunde
 

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14.10.2013

Ankunft in Hanoi

In Hongkong haben wir Marie verabschiedet. Sie musste zurück nach Deutschland. Yannick und ich sind weitergeflogen nach Hanoi, Vietnam.

Am Flughafen sind wir von den lokalen Aiesecern empfangen worden

Nachdem wir Geld gewechselt hatten (wieder eine neue Währung...jetzt zahlen wir mit Dong. 100,000 Dong sind ca 3,5 Euro. Momentan bin ich Dongmillionär ), ging es auch schon ins Hostel. Bisher habe ich nur meinen neuen Mitbewohner kennengelernt. Er heißt Law und kommt aus Malaysia. Außerdem habe ich die Vietnamesischen Zahlen bis 1000 und hallo, sowie Danke und "Ich heiße ..." auf Vietnamesisch auf der Taxifahrt gelernt. Man muss hier echt schnell lernen, ansonsten wird man über den Tisch gezogen. So wie ich das bisher verstanden habe, ist mein Hostel 5 km von meinem Arbeitsplatz entfernt. Mit dem Bus brauche ich aber anscheinend fast eine Stunde in der Rushhour, also werde ich mir wohl einen Motorroller mieten und mich in das Rollerchaos wagen. Ich bin gespannt!

 

15.10.2013

Hanoi/Praktikum

Heute war mein erster "Arbeitstag", aber bevor ich von dem berichte muss ich unbedingt von meinem Hostel berichten.

Ich teile mir mein Zimmer mit Law, einem Malaysier, er ist 19 Jahre alt und studiert Petroengeneering.

In unserem Zimmer ist es unfassbar warm! Wir haben mindestens 30 Grad und natürlich geht die AC nicht. Dafür haben wir 2 Ventilatoren.

Unser Zimmer ist recht spärlich eingerichtet. Wir haben jeder ein "Bett". Vielleicht kann man es auf dem Bild sehen, unser "Bett" ist nur ein Holzgestell ohne Matratze. Es ist fast so hart wie der Boden und die erste Nacht war nicht ganz so bequem. Vielleicht werde ich mir die Tage noch eine Matratze kaufen.

Unser Badezimmer ist ein Stockwerk tiefer. Das teilen wir uns noch mit 2 Politikstudenten. Wir haben zwar eine Dusche, aber die funktioniert nicht. Als Ersatz steht ein großer Bottich unter der Dusche mit einer Schöpfkelle. Aber es gibt europäische Toiletten!

Mein erster Tag im REACH Zentrum war ganz Interessant. REACH ist so eine Art Berufsschule für die Armen der Armen. Die Schüler lernen einen Job und wir "Volunteers" unterrichten sie mit den einfachsten englischen Sätzen. Der momentane "batch" ( eine Unterrichtseinheit von 3 Monaten) ist so gut wie vorbei. jetzt werden die letzten Unterrichtseinheiten vorbereitet, bevor die Schüler ihre Prüfung schreiben. Bisher habe ich nur eine kleine Einweisung bekommen, weil die Lehrer recht erstaunt waren, dass ich heute gekommen bin. Es gibt noch 3 weitere Volunteers. Einer aus Australien, Matt, eine aus Ungarn, Dorothy, und eine aus Polen, Monika. Nach der kurzen Einweisung und den Unterrichtsvorbereitungen hatten wir nicht mehr viel zu tun, also haben wir die Friseurschule besucht. Es gab für jeden von uns eine Gesichts- und Kopfmassage Die Schüler müssen nämlich üben. Ich denke das sollte ich jeden Tag machen^^

Ich glaube ich werde mir doch kein Motorroller mieten. Der Verkehr ist unglaublich, außerdem kostet eine Busfahrt nur 17 cent.

 

20.10.2013

Meine erste Woche in Vietnam

Welcome Party, Couchsurfing Meeting, Lâu, Karaoke, Glad event (global leadership activation day)

Am Dienstagabend wurden alle neuen Interns mit einer Welcome Party begrüßt. Wir waren insgesamt 5 Inters ( Praktikanten): Yannick, Law ( Malaysia), Catherine (Paderborn), Katherina (Estland) und ich. Wir haben uns in einem Café getroffen. Aiesec FTU hat dann erstmal den typischen Welcome Dance vorgeführt. Natürlich haben wir alle gleich mitgemacht. Nach einer Vorstellungsrunde und ein paar Kennenlernspielen ging es dann mit dem Motorbike quer durch die Stadt um noch gemeinsam zu essen.

Am Mittwoch sind Yannick und ich nach unserer Arbeit zum Couchsurfing Treffen von Hanoi gefahren. Wir haben wieder unfassbar viele nette Menschen kennengelernt und trotz Regen saßen wir alle an der Straße und haben Fruchtsäfte getrunken. Es war auch noch ein Schwede und 2 deutsche Mädels in der Truppe.

Am Donnerstag hatte ich eigentlich keine großen Pläne, eigentlich...Ich wollte einfach spontan meine Hostelmitbewohner unter mit kennenlernen und bin in deren Zimmer rein und habe mich vorgestellt. Kiêt und Bá fanden das super und haben mich gleich zum Lâu essen eingeladen. Lâu ist eine Art Hot Pot (s. Chongqing, China). Im Gegensatz zu China saßen wir wieder an der Straße in einem kleinen Restaurant, weil sich anscheinend das halbe Leben der Bewohner an und auf der Straße abspielt.

Wir hatten wieder einen großen Wok auf unseren Tisch gestellt bekommen und dann kamen Teller gefüllt mit Zutaten! Ngon lam  Very delicious)! Wir hatten Rind, Schwein =ngo, viele Gemüsesorten, Huhn, Innereien, Eier, Schrimps, Muscheln, Pilze und und und!


Dazu gab es Vodka zu trinken. Neben vielen vietnamesischen Sätzen und Trinksprüchen haben wir die Flaschen geleert. Was mich am meisten fasziniert hat: im Gegensatz zu den "Weißen" bei denen vielleicht die Nase beim Trinken rot wird, wird der ganze Körper der Vietnamesen Feuerrot!

 Am Freitag ging es mit meinen Arbeitskollegen und meiner Youth Career Initiative Klasse zum Karaoke. Wir hatten einen größeren Raum mit Tischen in U-Form angeordnet. Die Tische waren überladen mit Getränken und Essen. Karaoke ist für Vietnamesen so eine Art Disko. Es wurde laut gesungen, getrunken und getanzt. Fürs Unterhalten war es zu laut, deswegen wurde mehr getrunken. Was mir persönlich sehr gut gefällt ist, dass man sich hier in Vietnam schon relativ früh trifft. Zum Karaoke haben wir uns um 5 getroffen. Dafür ist so eine Veranstalltung dann aber auch spätestens um 10 pm zu ende.

Am Samstag war dann Glad (global leadership activation day).


Dieses Event ist von Aiesec organisiert worden. Es wurde ein komplettes Hotel gemietet und es waren circa 600 Gäste da, aber nur Studenten. Den genauen Hintergrund der Veranstalltung habe ich nicht ganz verstanden, weil die Reden und Diskussionen nur auf vietnamesisch waren. Meine Aufgabe war es Deutschland vorzustellen und den Studenten ein Praktikum im Ausland schmackhaft zu machen. Diese Veranstallung ging um 8 Uhr morgens los und war erst um 7 zu ende. 

Wir im Gruppenfoto mit Aiesecern. Die Idee war ein Bild von uns deutschen Interns vor unserem Stand zu machen, aber als die Mädels gesehen haben, dass Fototime war, sind sie alle angerannt gekommen. Auf dem ersten Gruppenfoto waren 8 Personen und aufgehört hatten wir dann bei circa 30 Personen, obwohl immer wieder Mädels angerannt gekommen sind.

Zum Abschluss ist dann unser Team noch essen gegangen und es wurde ein wenig reflektiert. 

Für die erste Woche habe ich schon unfassbar viel erlebt, dabei habe ich die eigentlichen Touristenattraktionen von Hanoi noch nicht einmal gesehen. Heute haben wir Interns einen kleinen Crashkurs in Vietnamesisch und danach schauen wir uns ein wenig Kultur an. Zur Ruhe kommt man in dieser Stadt mit den Aiesecern nicht :D

 

2. Woche

Temple of Literature/Essen/Hoan Kiem Lake

Die Zeit in Vietnam vergeht unfassbar schnell! Die 2. Woche war genauso erlebnisreich wie die 1. Woche. Bisher bin ich jetzt 13 Tage in Vietnam und habe die Hauptstadt noch nicht verlassen. Dennoch gibt es hier bestimmt noch so einiges zu entdecken. Generell spielt sich das Leben hier zum größten Teil auf dem motorbike ab. Man fährt von einem Platz zum nächsten, weil man von einem Freund wieder einen Tip bekommen hat.

 

Letzten Sonntag war ich mit den Aiesecern im Temple of Literature. Das ist die erste Universität von Vietnam und wurde 1077 gegründet. Sie war den Lehren des Konfuzius gewidmet.

Die traditionellen Kleider der Vietnamesinnen in dem Temple of Literature.

Aiesec FTU mit uns im Temple of Literature.

Ein großer Teil des Tages dreht sich hier um das Essen. Oftmals weiss ich gar nicht so genau was ich eigentlich essen, aber meistens schmeckt es. Sei es eine Sweet Soup, pho bun, bun cao, etc, leider kann ich die Gerichte nicht richtig schreiben, weil die Tastatur die Akzente alle nicht beherrscht.

Reiskuchen gefüllt mit Fungi, dazu gibt es Chili Souce.

 

Mein tägliches Frühstück: Brötchen mit Rührei, Chilli Souce, Gurken und Salat für 10000VND (= 35 cent).

Hot Pot wird hier auch öfters gegessen, was ich aber bevorzuge ist Tisch-BBQ. Man bestellt einen kleinen Grill und bekommt verschiedene Fleisch und Gemüsesorte und bereitet sie dann zu. Fertiggegrilltes wird in eine Chilli-Salz-Fett-Lemon-Souce getunkt.

 Heute war ich mit meinem Zimmergenossen Law am Hoan Kiem Lake im Old Quarter von Hanoi. Die Strassen vom Althanoi sind enger und zudem sind sie in Verkaufszonen unterteilt. Es gibt zum Beispiel eine Bücherstrasse, eine Schuhstrasse, eine Kaffeestrasse, etc. In diesen Strassen findet man dann meistens nur ein spezielles Produkt.

Teppich-Straße

 

Natürlich waren wir auch auf der "Roten Brücke" am hoan Kiem Lake. Wir sind wieder von Vietnamesinnen angesprochen worden, ob wir nicht ein Bild mit denen machen können. Nach dem ersten Bild hörte es dann nicht mehr auf. Das interessante ist, dass man keine Bilder zu 3. macht, weil es anscheinend Unglück bringt.


 

 31.10.2013

Halong Bay

Finally! Halong Bay! Wir haben eine 3-Tagestour in die Halong Bucht gemacht. Für den Ausflug haben wir 55 Dollar gezahlt und am Dienstagmorgen sollte es um 7 Uhr morgens los gehen. Aber in Asien ist es mit der Pünktlichkeit nicht ganz so genau. Gegen 8 Uhr wurden wir nach einer Stunde warten abgeholt und dann ging es mit dem Bus erst einmal ins Zentrum von Hanoi um den Rest der Reisegruppe abzuholen. Gegen 9 Uhr 30 waren wir dann mit dem Bus auf dem Weg zum Hafen. Nach einer 4 Stunden Fahrt haben wir unser Ziel erreicht und nach weiterem Warten waren wir dann auch auf dem Schiff. Am ersten Tag sind wir mit dem Schiff durch die Insellandschaft gefahren. Die Halong Bucht (Halong=Drache) hat über 2000 kleine Inseln. Unser erster Stop war eine dieser Inseln und wir haben uns eine Tropfsteinhöhle angeschaut. Allein für die erste Insel hat sich die Reise schon gelohnt.

 

Von dieser Insel ging es dann weiter in die Halongbucht hinein. Leider hatten wir am ersten Tag nicht ganz so gutes Wetter, dennoch konnte man nicht genügend Eindrücke in sich einsaugen.

 Am Abend lagen wir mit dem Schiff in einer der unzähligen Buchten vor Anker und haben den Tag auf dem Deck dann bei Bia Ha Noi und Musik ausklingen lassen.

Am nächsten Tag hatten wir super Wetter. Vor dem Frühstück haben wir zum Wachwerden auf dem Schiffsdeck gemeinsam Yoga gemacht und nach einem wirklich kargem Frühstück sind wir dann vom Boot ins Wasser gesprungen.

Der nächste Stop war die Insel Cat Ba. Wir sind mit einem Bus in einen Nationalpark gefahren und haben eine Trecking Tour unternommen. Das Ziel war ein View Point um einen Überblick über die Insel zu bekommen.

Am Nachmittag, nachdem wir unser Hostel für die Nacht bezogen hatten, haben wir mit einer kleinen Gruppe uns ein Boot gemietet um zu einem Strand in einer abgelegenen Bucht zu fahren. Die Bucht war zwar abgelegen, aber Baumaschinen haben dort Fels bearbeitet. Ein bisschen enttäuscht haben wir dann spontan dem Kapitän mit Händen und Füßen erklärt, dass wir nicht am Strand bleiben wollen. Im Endeffekt haben wir ihn dann in die nächste Bucht navigiert und sind dort vor Anker gegangen. Wir waren zwar nicht am Strand, aber wer braucht einen Strand, wenn man ein Boot hat?!

Auf dem Weg in die nächste Bucht.

Um den Sonnenuntergang perfekt geniessen zu können, haben wir uns am späten Nachmittag Motorbikes ausgeliehen und sind über die Insel geheizt. 

 Nach dem erlebnisreichen Tag haben wir dann noch eine Kneipentour gemacht.


Am nächsten Tag haben wir dann wieder recht früh den Heimweg antreten müssen.

 Die Halong Bucht ist ein unbeschreibliches Erlebnis. Selbst bei etwas schlechterem Wetter bekommt man einen sehr guten Eindruck von der atemberaubenden Landschaft. Bei der Buchung in den vielen Travelagencies muss man nur vorischtig sein und verschiedene Angebote einholen. Der Preis für die Leistung/Fahrt variiert stark. Ein gutes Angebot beläuft sich auf ca 53 Dollar. Bei Unwissenheit kann man schnell auch über 100 Dollar ausgeben.

 

3.11.2013

Cu Rua Hoan Kiem, Cermaic-Village

Yannick war bei nem Straßenfriseur. Für 30000 VND hat er einen neuen Haarschnitt bekommen.

Lieder Brüder im Partnerlook.

Cu Rua Hoan Kiem ist einer der legendären Schildkröten in dem Hoan Kiem Lake. Weltweit gibt es nur noch 4 Exemplare und 2 davon leben in Hanoi. Sie erreichen ein Alter von 250 bis 350 Jahren und sind 2,10 m lang und ca 250 kg schwer. Sie werden selten gesehen, aber ich hatte gestern das Glück, dass ich eine davon per Zufall gesehen habe!!! Sie ist zum Luft holen an die Wasseroberfläche gekommen und hat den Kopf aus dem Wasser gereckt. Leider war ich zu überwältigt um ein Foto zu machen. Ich konnte mein Glück einfach nicht fassen! 

 Zur Zeit ist auch die Blütezeit von der Milkflower. Sie wächst auf einem Baum und hat einen sehr intensiven Duft. Wenn man nachts durch die Straßen zieht, liegt der Geruch überall in der Luft.

Einer der alten Bäume, die in den Hoan Kiem Lake wachsen, leider keine Milkflower.

Heute sind wir in die Cermamic-Village gefahren. In der Stadt werden Tonwaren hergestellt und es ist ein beliebtes Ausflugsziel für Hanoier. Man kann versuchen selber den Ton zu formen und das Endprodukt dann auch noch bemalen. Meine Fertigkeiten waren leider nicht ganz zufriedenstellend, aber SPaß hat es auf jeden Fall gemacht!

 

Einer der vielen Keramikläden auf dem Markt.

 

6.11.2013

Citadel, Ethnological Museum, Viedeo Challenge, Welcome/ Closing Ceremony at REACH, Metal Café, Kultur

Am Sonntag Abend bekam ich überraschend eine SMS von Ms Ly aus dem REACH Center. Die nächste Woche muss außer der Welcome and Closing Ceremony nicht gearbeitet werden! Es war Sonntag Abend, die nächste Woche komplett frei bis auf Dienstag. Einige Sehenswürdigkeiten von Hanoi habe ich noch nicht gesehen, also beschloss ich mir diese anzusehen.

Am späten Montag Vormittag bin ich mit dem Bus in die Stadt. Vor der Citadel habe ich festgestellt, dass diese Montags und Freitags geschlossen ist. Also bin ich zum Ethnological Museum gefahren. Es war auch geschlossen! Anscheinend ist in Vietnam der Ruhetag von Kulturstätten am Montag.

Im Endeffekt habe ich dann eine Food Tour durch Hanoi gemacht. Ich habe Bùn Cà ausprobiert ( Nudelsuppe mit Fisch), verschiedene Straßengebäcke und Mý Khô.

Auf dem Weg zum Ethnological Museum in einer Seitenstrasse.

 Am Dienstagmorgen war dann die Welcome Cermemony von dem REACH Center. Nächste Woche beginnt ein neuer Batch (Unterrichtseinheit) und die neuen Studenten sind begrüßt worden. In der Pause zwischen der Welcome Ceremony und der Closing Ceremony (Entlassungsfeier des letzten Batches) bin ich imit den anderen Volunteers in eine französische Bäckerei gefahren. Es war zwar nicht ganz französisch, aber dafür dem europäischen Essen am ähnlichsten! Es war ein Erlebnis die eigene Kultur erleben zu dürfen :D!
Die Closing Ceremony ähnelt starkt einer Entlassungsfeier in Deutschland, bis auf ein paar kleinen Unterschieden.

Es gab ein großes Buffet und danach wurde Karaoke gesungen!

 Am Abend habe ich mit Duong Bui die Weekly Challenge von der AIESECer Truppe gemacht. Die Aufgabe war es ein kurzes Video über eine traditionelle vietnamesische Sache zu machen. Ich habe dann auf vietnamesisch über Bùn Chà (Nudelsuppe mit Schwein) geredet: "Ich esse gerade Bùn Ch, etc." Leider ist das Video zu groß für den Blog, aber ein Foto gibt es allemal!

 

Duong Bui mit der Bùn Chà.

Heute morgen bin ich zur indonesischen Botschaft gefahren um ein Visum für mein nächstes Praktikum zu beantragen. Es war nicht sehr spannend und wieder jede Menge Papierkram.

Im Nachhinein habe ich versucht mit Duong Bui ein Stipendium für ein Auslandsstudium in Deutschland zu finden und wir haben uns durch die Visavorschriften von der EU gekämpft. Das ganze haben wir in einem Metal Café in einem versteckten Hinterhof gemacht. Wenn man kein Einheimischer ist, ist es echt schwer bis unmöglich solche Plätze zu finden. In dem Coffeeshop hatte ich einen Egg Coffee (Rohes Ei mit Kaffee aufgefüllt. Es hört sich ungewöhnlich an, ist aber ngom lam!). In dem Kaffee habe ich den Einheimischen den deutschen Metal gezeigt, unter anderem Caliban.

 Links ein normaler Kaffee und rechts der Egg Coffee.

 

12.11.2013

Haiyan, Perfume Pagoda, Sa Pa, Visum

Letzte Woche war ich mal alleine, ohne Yannick und Law unterwegs. Ich habe in einer Travel Agency einen Trip zur Perfume Pagoda gebucht. Der Grund war, dass es auf eigene Faust viel zeitintensiver und kostspieliger gewesen wäre. Aber auch bei diesem Ausflug muss man aufpassen, die Preise in den Agencies variierten von 18 bis 35 US Dollar.

Der Trip ging um 8 am los. Dh um 7 am den Bus ab dem Hostel nehmen. Aber die Vietnamesen stehen alle schon um 5:30 am auf, also waren die Straßen wieder voll und die Motorräder haben sich gestapelt.

Nach 2 h Busfahrt, mit 30 min Rast in einem Souvenier Shop, haben wir einen Fluss erreicht und sind in Ruderboote umgestiegen. Die Bootsfahrt ging dann durch die Berglandschaft für ca 1 h.

Meine Reisegruppe war recht bunt gemischt: 2 Deutsche (ein 26 nähriger, arbeitet bei der Bild, ein 60 jähriger, Franz, Elektroingineur und vom Humor total wie mein Vater^^), 6 Chileninnen und 2 Polinnen. Nach der Bootsfahrt mussten wir den Berg zur Pagoda erklimmen. Nur die Deutschen sind gelaufen, der Rest ist mit der Seilbahn nach oben gefahren.

Die Pagoda selbst ist in einen Berg eingelassen und ist ein buddhistischer Schrein. Leider gibt es hier keine Fotos (s. Kameraunfall auf der Wildwaterrafting Tour).

Auf der Rückfahrt mit dem Boot ist mir erst einmal klar geworden, wie sehr die Einheimischen von den Tour Agencies ausgebeutet werden. Die Frauen, die unsere Boote gepaddelt haben, werden nicht bezahlt. Sie hoffen einfach nur, dass die Touristen ihnen einen Tip am Ende der Bootsfahrt geben.

Sa Pa:

Am Freitag ging es nach Sa Pa. Wir sind abends mit dem Nachtbus ab Hanoi losgefahren. Die Fahrt ging 10 Stunden, obwohl es nur 300 km waren. Sa Pa liegt im Norden von Vietnam mit ca 3100 nm. Für die Busfahrt haben wir je für Hin- und Rückfahrt 16 US Dollar gezahlt.

 Nach der 10 stündigen Busfahrt sind wir dann um 7:30 am in Sa Pa angekommen. Nachdem wir unser Hostel/Waisenhaus (dazu nachher mehr) gefunden haben, haben wir uns für je 4 US Dollar/Tag Motorräder ausgeliehen und haben die Umgebung erkundet.

 2 unserer 3 Motorräder

Eines der vielen kleinen Dörfer auf unserem Weg, umrundet von den Reisterassen.

Das Volk der Vietnamesen ist in 54 ethnische Gruppen unterteilt. Die größte mit über 90%, die Kinh ( gesprochen King) lebt in der Küstenregion. In Sa Pa und Umgebung leben Minderheiten. Unterscheiden kann man die ganz gut an den Trachten, die sie (natürlich für die Touristen) tragen. Erstaunt hat mich, dass in der Region um Sa Pa die Bevölkerung zum größten Teil nicht Lesen und Schreiben kann. Schulen gibt es auch nicht.

Eine der Minderheiten um Sa Pa.

Am Sonntag haben wir einen Trecking Ausflug gemacht und uns einen Wasserfall angeschaut. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen keine geführte Tour zu machen und die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Geführte Tagestouren werden überall von Frauen in Trachten angeboten, aber geführte Touren lohnen sich erst ab 2 Tagen. Tagestouren sind werden nur rund um Sa Pa (ca 8km) angeboten und es ist selbst zu schaffen.

Am Nachmittag hat es ein wenig geregnet. Der Taifun Haiyan ist von den Philippinen nach Vietnam gezogen und ist auf die Küstenregion getroffen. Bis unser Nachtbus zurück nach Hanoi losfuhr, hatten wir noch ein paar Stunden Zeit. Wir haben uns für die Waisenkinder in unserem Hostel ein wenig Zeit genommen und mit denen das Alphabet beigebracht, ein wenig Mathe und natürlich Englisch!

 Law, Yannick, die beiden Mädels (Giá, 12, und Sóng,13), Linh (15) und ich

 

Momentan quäle ich mich mit dem Visum für Indonesien rum. Eigentlich ist es kein Problem ein Visum zu beantragen, aber bei mir spielt der Faktor Zeit eine große Rolle. Ich weiß immer noch nicht genau, wo ich in Indonesien mein Praktikum machen werde. Es wird wieder ein Englisch Projekt werden: TOPSII-Childucation Corner. Solange ich nicht die genaue Stadt weiß, kann ich keinen Flug buchen. Ohne Flug kann ich kein Visum beantragen...Ich habe zwar noch ca 3 Wochen in Vietnam, aber die letzte davon wollte ich in die Mitte Vietnams reisen und ich weiss nicht genau, wie lange die Botschaft für die Bearbeitung des Antrages braucht. Es wird sich zeigen

 

13.11.2013

Visum

Ich weiß jetzt endlich wohin es in Indonesien geht! Jember, Ost-Java! Am 05.01.2013 fliege ich von Manila über Jakarta nach Surabaya und von dort aus werde ich abgeholt und es geht nach Jember. Das Visum habe ich heute auch beantragt. Es war mir schon ein wenig mulmig zumute, dass ich meinen PASS in einem fremden Land abgeben muss. Aber nächste Woche habe ich ihn wieder!

Ich habe jetzt auch endlich das Video von der Intern Challange bei Youtube hochgeladen

http://www.youtube.com/watch?v=61mvc54LHSc&feature=youtu.be

 

 

18.11.2013


Unterricht/ Mai/ Motivation, Internchallange number 3/ Kochkurs, Deutschlandfest 2013!!!, Pech mit der Weiterreise

Momentan merke ich, dass der Unterricht in der Schule an den Nerven zehrt. Es ist nicht das Fachliche, sondern das Dydaktische. Zudem beschäftigen mich die familiären Situationen der einzelnen Schüler. Die Umstände eines Mädchens gehen mir besonders zu Herzen. Sie ist mit fehlgebildeten Armen geboren worden. Ihre Eltern haben sie in ihrer Vergangenheit nicht unterstützt und haben sich für sie geschämt. Sie durfte als Kind nicht die Schule besuchen und hatte keine Freunde. Ihr bester Freund war ein altes Radio. Dennoch hat sie sich selber Lesen und Schreiben gelehrt, sowie Rechnen. Für die Motorik benutzt sie ihre Füße.

 

Bisher hat sie in der Schule nicht mitgeschrieben und einfach nur zugehört. Auf meine Frage, warum sie im Unterricht nicht schreiben würde bekam ich von den Lehrern nur ratlose Gesichter oder Desinteresse als Antwort. Ich habe sie mir mit einem Lehrer als Dolmetscher zur Seite genommen, nachdem ich erfahren hatte, dass sie Schreiben kann. Die Lösung für das Problem war recht einfach...Sie hat jetzt einen extra Stuhl, damit sie nicht auf dem Boden sitzen muss und kann jetzt ganz normal am Unterricht teilnehmen. Same same, but different! Asiatische Denkweise: Akzeptieren und schweigen... Ich bin stolz auf mein Ergebnis, denn ich habe mein Ziel für das Praktikum erreicht. Nur durch meine Anwesenheit und mein Handeln habe ich Einfluss auf ein Leben gehabt. Der Hoffnungsschimmer und die Gerührtheit in ihren Augen war Dank genug!

Momentan versuche ich zudem Das Teamdenken und die Motivation für das Englische zu steigern. Einfache Mittel wie Selbstreflektion und kleine Hausaufgaben sind der Anfang. Leider habe ich nicht genügend Zeit alle meine Ideen zu etablieren.


Am Samstagmorgen hatten wir unsere dritte Internchallange. Wir sollten vietnamesisch kochen. Im Endeffekt sollten wir aber nur zwei Arten der Springroles "rollen". In zehn Minuten sollte jeder versuchen so viele Springroles wie möglich zu produzieren. Es wurde die Qualität und die Quantität beurteillt. Ich habe auf ganzer Linie versagt :D Quantität war gewährleistet, dennoch wurden mir für die Qualität Punkte abgezogen. Naja erster von Hinten ist ja auch nicht schlecht. Dafür habe ich dann die meisten Springroles gegessen!


Danach ging es weiter aufs Deutschlandfest 2013. Es ist von der deutschen Botschaft in Hanoi organisiert worden und fand im Vietnamese National Museum statt. Wir Deutschen haben den Tag sooo genossen!!! Wir wussten nicht, was wir zuerst machen sollen! Deutsches Bier trinken, Bratwurst essen, Nürnberger essen oder Waffeln essen? Ganz klar: erst die Bratwurst, dann 2 Bier, dann die Nürnberger und dann wieder Bier! In Vietnam ist es den Menschen verboten Grasanlagen zu betreten, deswegen war es auch ein Highlight einfach auf dem Rasen zu sitzen! Die Ordnungshüter konnten gegen die Masse der Deutschen nichts ausrichten und die Vietnamesen haben es auch genossen endlich einmal auf dem Rasen zu sitzen.


Normalerweise kommt man nach einem Urlaub total erschlagen zurück und freut sich auf sein Bett oder auf bestimmte Gerichte, aber nach einem Tag zu Hause denkt man sich, dass man wieder los will. Ich hatte mein "zu Hause" am Samstag. Deutsche Musik, Bratwurst, Bier, einfach alles, was ich vermisst habe und was ich hier nicht bekommen habe. Ich habe den Tag genossen!

Durch den Taifun "Haiyan" wird unsere Weiterreise stark beeinflusst. Yannick und ich hatten vor Zentralvietnam zu bereisen: Hue, Danang und Hoi An. Diese Regionen sind derzeit überflutet. Hue mit 30 cm Hochwasser, Danang und Hoi An bis zu 1,5 m! Zudem sind große Teile der Philippienen von der Insel gefegt worden. Wir müssen beobachten, wie sich die Lage auf den Philippienen verändert und auf die Warnungen und Empfehlungen des Auswärtigen Amtes abwarten.

 

21.11.2013

Hund, vietnamese teachers day, VISA

 

Montag Abend haben wir uns abends vor unserem Kaffee getroffen! Wir waren zu siebt und wir wollten endlich Hund essen gehen. (Law, Nandra, Yannick, Duong, Tâm, Thúy und ich)

Anfangs hatten wir ein Transportproblem, 7 Leute und nur 3 Motorbikes. Wir sind nicht weit zum dem Hundrestaurant gefahren. Schon vor dem Lokal, als wir unsere Motorbikes abgestellt haben, hat uns der Geruch erschlagen. Es war unbeschreiblich: eine Mischung aus nassem Hund, Kadavern, Extremitäten und gekochtem Fleisch. Duong hat für uns alle 2 Gerichte (gegrilltes Fleisch und gefüllte Innereien) und die traditionelle Shrimp Sauce zum probieren bestellt. Die Konsitenz von Hundefleisch ist ähnlich wie Rind, aber der Eigengeschmack ist deutlich strenger. Ich kann nicht wirklich sagen, ob es mir geschmeckt hat oder nicht. Die Erfahrung war unvergesslich, aber die ganze Situation war recht markaber. Bevor wir zum Essen gefahren sind, habe ich unseren Hostelwelpen zum Abschied noch gestreichelt...

 

Um das Essen zu verdauen sind wir dann zur "Abwechslung" in unser "Wohnzimmer" ( Bia Hoi Hanoi Place) gefahren. An dem Abend haben wir es dann das erste Mal geschafft die Bar schon um 9:30 pm trocken zu trinken^^


Am Mittwoch war Vietnamese teachers day. Einmal im Jahr zeigen die Schüler ihren Lehrern ihren Respekt, indem sie ihnen Geschenke machen und sie besingen. Ich habe einen so großen Blumenstrauß bekommen, dass ich den kaum noch halten konnte! Die Art des Respektes ist in diesem Land noch eine ganz andere. Es wird geschätzt und nicht mit Füßen getreten, wenn man Kinder unterrichtet.

Finally!!! Ich habe meinen Pass wieder! Es ging schneller als erwartet und jetzt muss ich mir in Indonesien keine Gedanken um die Verlängerung machen oder darum, dass ich einen Visa-Run machen muss.


 27.11.2013

Farewell Party, Overstay, letzten Tage bei REACH

Die Zeit in Vietnam neigt sich dem Ende zu. Am Sonntag hat uns das LC eine Farewell Party organisiert. Anfangs haben wir über unsere Erfahrungen und Erlebnisse in Vietnam und während des Praktikums gesprochen. Interessant war es, dass jeder, obwohl wir die Zeit gemeinsam bestritten haben, unterschiedliche Augenblicke als die einschneidensten Augenblicke erachtet hat. Sei es jetzt eine bestimmte Diskussion oder ein Ausflug, jeder Moment in Vietnam hat seine Spuren hinterlassen. Die Kultur, die Mentalität, die Lebensfreude, das Essen und die Traditionen dieses Volkes sind besonders und nur durch einen Urlaub kann man weder das Land noch die Menschen wirklich verstehen. Obwohl ich jetzt sechs Wochen mit hier verbracht habe, mit den Menschen gearbeitet und meine Freizeit mit ihnen verbracht habe, konnte ich nur einen kleinen Eindruck gewinnen. Nach den Berichten, die insgesamt sehr emotional waren, haben wir noch einmal zusammen Hot Pot gegessen und sind noch einmal in unser "Wohnzimmer" (unsere BIA HOI Bier Bar). Es war ein gelungener Abschluss!

Der Abend ging für vietnamesische Verhältnisse recht lang. Die Bar hat wegen uns erst um Mitternacht geschlossen und die Straßen waren schon seit einer Stunde menschenleer. Normalerweise schliessen die Local Hostels ihre Türen auch um 11 Uhr nachts, nur wir hatten mit unserem Hostel Glück, dass es dann für uns auch "mitten in der Nacht" (nach 11) die Tür öffnet. Die AIESECer, die mit uns losgezogen sind, hatten nicht so viel Glück. Wir wurden, nachdem wir uns von allen in der Bar schon verabschiedet haben, von 3 Mädels vor unserem Hostel erwartet. Sie kamen nicht in ihr Hostel rein. Im Endeffekt haben wir dann mit sechs Leuten unseren kleinen Raum geteilt (6 Menschen und 4 unterschiedliche Nationen: Malaysia, Vietnam, Indonesien, Deutschland). Es führte in der Nacht noch zu heftigen Diskussionen mit dem Hostelbesitzer, da es nicht normal ist, dass Mädels und Jungs in einem Raum schlafen, wenn sie nicht verheiratet sind, und dass wir vorher hätten fragen sollen, wenn wir Freunde mitbringen. Es war interessant zu sehen, worüber sich die unterschiedlichen Kulturen gedanken machen, wenn im Vergleich das ganz normal in der westlichen Welt ist.

Meine letzten Tage im REACH-Center haben mir auch noch einmal gezeigt, dass ich in einem Entwicklungsland unterrichte. Der Unterricht am Montagmorgen begann wie gewöhnlich. Es wurde der Unterrichtsstoff der letzten Stunde wiederholt. Beim Wischen des Wipeboards ist das Board von der Wand gefallen, eine Minute später hatten wir dann einen Stromausfall (war nicht der erste) und dann hatte ich beim Öffnen der Klassenraumtür auf einmal den Türgriff in der Hand. Wir waren also in einem dunklen Klassenraum eingeschlossen. In jedem Land wäre es Grund genug für Panik, hier ging der Unterricht aber ganz normal weiter. Wer braucht schon großartig Licht zum Unterrichten?!^^

Die Schüler haben mir auch noch eine Farewell-Party organisiert. Sie haben Essen gekauft, Reden vorbereitet und Lieder gesungen. Das was mich am meisten berührt hat, ist, dass sie mit Google Translator versucht haben ihre Gefühle in einem Brief niederzuschreiben. Teilweise ergeben die Sätze nicht sehr viel Sinn, aber mit etwas Fantasie versteht man schon, was sie eigentlich einem mitteilen wollen. ("I love you so much until the bottom of my heart..."

Am letzten Tag habe ich dann noch im Hilton Hotel in Hanoi für zwei Stunden unterrichtet. Einige meiner Schüler arbeiten dort als Köche, Housekeeping oder als Security. Es war auf jeden Fall interessant als ich mit Flip Flops und einem alten T-Shirt in dieses Nobelhotel gegangen bin und mehr Aufmerksamkeit von dem Hotelmanager bekommen habe als zahlende Gäste, die in Anzügen mit ihren kleinen Reiseköfferchen an der Rezeption standen.

Es war eine interessante Zeit und das Praktikum bei REACH hat mir gezeigt, wie wertvoll Bildung ist und dass jeder, der die Chance dazu hat, sie nicht einfach verwerfen sollte. Es ist eins der wichtigsten und wertvollsten Güter, die wir erwerben können. Ich sage erwerben, weil oft der Zugang zu Bildung mit Geld verbunden ist. Trotz der kurzen Zeit in Vietnam und bei REACH konnte ich nicht nur einen kleinen Einfluss auf die Geschenisse und die Unterrichtsweise nehmen, sondern habe genauso viel von meinen Schülern gelernt, wie sie von mir. Danke...


29.11.2013

Ninh Binh - Cuc Phuong National Park

Yannick und ich sind mit dem Bus nach Ninh Binh gefahren. Ninh Binh ist 93 km südlich von Hanoi. Die Stadt selber ist weniger sehenswert, aber ein guter Startpunkt für lokale Ausflüge. Wir haben uns heute für den Tag ein Motorbike gemietet und sind zum Cuc Phuong National Park gefahren. Der Nationalpark ist 22000 ha groß und beinhaltet eine Affen- und Schildkrötenauffangstation. Gefährdete Arten werden dort gezüchtet und wieder ausgewildert. Die Station nimmt auch die von Wilderern konfiszierten Tiere auf und pflegt diese. Die Hauptsponsoren sind deutsche Zoos und die Leitung hat der Zoo Leipzig. Der Chef vor Ort, sowie einige Pfleger sind Deutsche. Unser Plan war es bis in die Mitte des Parks zu fahren und von dort aus ein kleine Treckingtour zu machen, aber es ist natürlich wieder anders gekommen. Die Strecke bis zum Nationalpark sind ca 45 km und bis zur Mitte noch einmal 20 km. Für die ersten 45 km haben wir ca 2 h gebraucht, denn die Nockenwellen unseres Motorrades hat nicht wirklich gezogen. Ab dem Eingang des Parkes ist es sehr hügelig geworden, sodass wir uns entschieden haben die letzten 20 km doch nicht zurückzulegen. Dennoch war die Fahrt zum Park selber ein Erlebnis.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Résumé

Vietnam hat viele Seiten. Zum einen ist der Sozialismus teilweise noch zu spüren, zum einen die schnelle Entwicklung des Landes und im Gegensatz dazu die Traditionen und die Kultur.

Es war eine wunderbare Zeit! Sei es das Essen, die neuen Freunde aus aller Welt, die Gastfreundlichkeit der Vietnamesen oder die Landschaft im Norden. Für den Süden hatte ich leider keine Zeit, trotz 7 Wochen Vietnam bin ich nicht wirklich dazu gekommen das Land zu erkunden. Dafür kenne ich Hanoi jetzt ziemlich gut :D

Für das Reisen ist Vietnam ideal. Man sollte ohne Erwartungen in dieses Land fahren, denn die Mentalität der Menschen ist doch eher gemütlich. Ich werde auf jeden Fall noch einmal nach Vietnam fahren mit mehr Zeit! Es gibt alleine im Norden noch so viel zu entdecken und auch in den Süden zieht es mich. Aber dennoch sollte man nicht vergessen, dass Vietnam Jahreszeiten hat. Anfang November wird es im Norden schon recht kühl und durch die hohe Luftfeuchtigkeit fühlt es sich dann kalt an!

Am Ende hatte ich beim Motorrad fahren Winterhandschuhe und eine Wollmütze an :D